rúah - Luftkreuz
„12 – Kirchen –Projekt“ zum 2. ÖKT in München, 12. - 16. Mai 2010, Sophienkirche, Platz der Menschenrechte 1 (Riem), U2 (Messestadt West) bis 22.05.2010, Fotos: Edward Beierle | Die Menschen des Alten Testaments erleben, wie die Luft als Wind (Gen
8,1) und als Atem (Gen 2,7) wirkt. Sie sehen die positiven und
negativen Wirkungen der Luft und erfahren, was sie in der Natur und im
Menschen selbst „bewegt“. Für diese „Luft-erfahrung“ verwendet die hebräische Sprache das Wort: (die) „rúah“. Seine Urbedeutung ist: bewegte Luft, Hauch, Atem und damit auch innere Bewegung. Das in griechischer Sprache verfasste Neue Testament verwendet in diesem Zusammenhang das Wort: (to) pneuma. „Pneuma“ heißt übersetzt ebenfalls: Hauch, Wind, Atem. Dieses griechische Wort beinhaltet aber auch die erweiterte Bedeutung: Leben, Geist, Sinn. (Vgl. lat. spiritus spirare = atmen/hauchen). „Rúah“ und „pneuma“ sind in der Bibel die Namen für die Wirkund Lebenskraft Gottes, für die Energie, die hinter allem Welt und Heilsgeschehen steht. Gott ist für mich Luft! Diese heute oft als Verneinung der Existenz Gottes gemeinte oder verstandene Aussage verkehrt sich ins Gegenteil und erweist sich, wenn man das biblische Verständnis des Wortes „Luft“ zugrunde legt, als Glaubensbekenntnis! |







